
Nach wiedererlangter Freiheit konnten wir neue Plaene schnmieden und unsere Weiterreise organisieren. Unser urspruenglicher Plan zuerst nach Perth zu fahren wurde von uns ziemlich schnell verworfen. Die Gruende dafuer sind einfach: erstens ist dort gerade Herbst/ Winter und es also viel zu kalt und zweitens wollten wir mehr vom outback erleben und sehen!
WA bietet sich fuer einsame Pistentouren quer durchs Outback geradezu an! Denn dieser Staat ist 7x so gross wie Dtl. und hat nur 2 Mio. Einwohner. Da davon ca. 1.5 Mio. In Perth wohnen kann man sich vorstellen wie duenn das Landesinnere besiedelt ist. Es wartete also nur darauf von uns erkundet zu werden. Ausserdem wollten wir uns von den ausgetretenen Touristenpfaden entfernen und endlich das richtige Australien kennen lernen.

Fuer dieses Vorhaben waehlten wir die Canning Stock Route (CSR). Sie ist die am moisten abgeschiedenste Strecke der Welt und beginnt ca. 550km noerdlich von Kalgoorlie. Sie wurde vor ca. 100 Jahren fuer den Viehtrieb erbaut. Um die Rinder ausreichend mit Wasser zu versorgen, baute man ueber 50 Brunnen (Well) von denen ca. die Haelfte funktionstuechtig ist. Die CSR erstreckt sich ueber 1900km durch 4 Wuesten mit ueber 1100 Sandduenen die ueberwunden werden wollten. 99% der Australier haben diese Tour noch nicht uebernommen und in einschlaegiger Reiseliteratur wird sie als extreme schwierig bezeichnet. Das klang genau nach dem was wir wollten! Nach einer relativ intensiven Vorbereitung (gute Karte gekauft, 4x4 Accessoires aufgestockt, mehr Bier und Essen erworben) konnte das Abenteuer beginnen!

Nach einem kuehlen Bier im pub in Wiluna starteten wir am 8.5.09 17.00 Uhr in Richtung Well 2! Die ersten 200km sind ziemlich einfach zu fahren, abgesehen von ein paar schwierigen Flusslaeufen. Danach wird es sandig und man muss sich etwas mehr konzentrieren. Selbst fuer uns war es manchmal schwierig die Duenen im ersten Anlauf ueberwinden, da der Sand sich Mittags auf ueber 50 Grad aufheitzt und man somit an Grip verliert. So folgten wir dem Motto: sometimes it’s better to make your own way, like in the old day’s! Wir schafften taeglich zwischen 60 und 100km und beendeten den Tag immer gemuetlich mit einem Lagerfeuer an wunderbaren Plaetzen.




Die Strecke fuehrt groesstenteils durch Buschlandschaft die ab und zu einem Wald aehnelt. Sie fuehrte vorbei an kleineren Bergmassiven von denen man einen ueberwaeltigenden Blick ueber die weiten Ebenen des Outback hat.

Ausserdem kann man unberuehrte Quellen und Wasserloecher entdecken, an denen wir sogar Aboriginizeichnungen sahen, was wohl noch nicht allzuviele Touristen vor uns geschafft haben. Ab und zu sieht man mal ein ausgebranntes Autowas die Strecke nicht ueberstanden hat. Eine ungestoehrte Tierwelt mit zahlreichen Emus, Kaengurrus, Kamelen, Dingos, Insekten, Adlern und Lizards zeigte sich uns in beeindruckender Art und Weise.

Nach ein paar tagen lernten wir Nev und Trev kennen, 2 typische australien Gentleman, mit denen wir die weiteren Tage reisten. Sie waren technisch top ausgestattet, was uns natuerlich entgegen kam und zusaetzliche Sicherheit brachte. Abends leerte man so die ein oder andere Flasche Portwein und konnte so ganz nebenbei die Englischkenntnisse verfeinern. Leider machte ihr Nissan nach ein paar Tagen schlapp was fuer sie Anlass war auf der Haelfte der Strecke abzubrechen und 600km in den naechsten ort nach Newman zu fahren. Wie es der Zufall so wollte brach unser Dachgepaecktraeger just an diesem Tag, so dass wir ihnen wohl oder uebel folgen mussten.

In Newman angekommen wurde unser roof rack fuer einen Kasten Bier geschweisst; typisch australisch eben easy going! Da unser Geld nicht Mehr wird beschlossen wir noch 500km bis zur kueste nach port Hedland zu fahren wo wir auch gebuehrend Maennertag feierten. Port Hedland wird als braune Stadt bezeichnet und hat den tiefsten Hafen Australiens in dem riesige Schiffe mit Erz beladen werden. Nach einer Woche intensiver Jobsuche sind wir leider noch nicht fuendig geworden.

Von der Bearbeitung bis zur Einstellung in einen guten Job vergehen hier Wochen. Diese Zeit werden wir wahrscheinlich mit Arbeit auf einer grossen Rinderfarm ausfuellen.
Bis dahin euch alles Gute und ihr hoert von mir!
Euer Crocodile Dundee & Crocodile Hannes!
5 Kommentare:
Hey Crocodile Dundee's, schöne Fotos, interessanter Text, Ihr macht das einzig Richtige! Bleibt solange Ihr könnt und genießt nach dem Spruch: "Der Weg ist das Ziel".
test
Hey Keule ,
hab mich nach langer zeit mal wieder auf deine blockspot gewargt ...
hoert sich echt jut an wat da so bei euch los war. Was ist aus deinen plann geworden den guten Landcruser heim ins reich zuholen?
Wenn es euch nach Darwin verschlaegt melde dich mal um ne flasche Jaegermeister zu verhaften bin noch bis mitte Juli hier in der gegend.
erstmal gruss Jascha
hallo!
vielen dank für die geburtstagsgrüße, hat mich gefreut.
wenn man die bilder so sieht, wird man ja direkt neidisch ;) na ich wünsche euch auf jeden fall noch ne spannende reise...zum lesen reicht es leider gerade nicht (prüfungszeit).
lasst es euch gut gehen!
katrin
Na grüße,
wo treibst Du Dich denn im Moment rum... ich werde in ein paar Tagen in Darwin sein und dort auch ne weile bleiben!
Wenn Du auch gerade dort bist, kannst Du Dich ja nochmal melden. Meine Nummer ist nach wie vor die 0414865644, aber es ist nicht mehr Vodafone!
LG Paul
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